Britischer Geheimdienst: Russland stationierte Kampfjets in Belarus

Satellitenbilder zeigen mehrere Abfangjäger auf einem belarussischen Flugplatz. Der Geheimdienst vermutet eine Botschaft an den Westen.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko. 
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko. AP/Presidential Press Service

Russland soll offenbar zwei Kampfjets auf einem belarussischen Flugplatz geparkt haben. Dies geht aus Informationen des britischen Geheimdienstes hervor. Die sogenannten Abfangjäger sind auf die Verfolgung, Abdrängung und Vernichtung unbekannter oder feindlicher Flugzeuge spezialisiert. Der Nachrichtensender NTV hatte darüber berichtet. 

Die Kampfjets sind zwar auf Hyperschallraketen ausgelegt sind und böten Russland im Ukraine-Krieg damit keinen strategischen Vorteil, der britische Geheimdienst vermutet jedoch etwas anderes dahinter: Eine Art Botschaft an den Westen. 

Die auf Twitter veröffentlichten Satellitenbilder vom 17. Oktober zeigen mutmaßlich zwei Abfangjäger des Typs MiG-31 auf dem belarussischen Flugplatz Machulischtschi. Den Einschätzungen des britischen Geheimdienstes zufolge will Russland Belarus als Verbündeten darstellen. 

Seit Wochen gibt es Spekulationen um einen möglichen Kriegseintritt von Minsk an der Seite Moskaus. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat derartige Absichten stets dementiert, zugleich aber die militärische Zusammenarbeit mit Russland verstärkt. Anfang Oktober kündigte Machthaber Lukaschenko den Aufbau einer gemeinsamen Militäreinheit an.