Berlin - Viele sind genervt, wenn die Chefin im Dezember die Frage nach Urlaubsplänen für das kommende Jahr anspricht. Wann soll ich Urlaub nehmen? Noch schwerer ist die Frage in Zeiten der Pandemie zu beantworten. Aber frühes Planen zahlt sich trotzdem aus.

Dadurch bekommt man eine grobe Struktur für das Jahr. „Das sind die Fixpunkte, auf die man sich vorbereiten kann“, sagt der Psychologe und Psychotherapeut Gerhard Blasche aus Wien. Und je konkreter ein Ziel ist, desto wahrscheinlicher sei es, dass man es auch umsetzt.

Mehrere kürzere Urlaube im Jahr einzuplanen, sei dabei in der Regel erholsamer als einen langen. Ermüdung baut sich immer wieder auf, weshalb man wenigstens einen Teil des Urlaubs zum Beispiel für längere Wochenenden aufsparen sollte, lautet Blasches Empfehlung.

Weltfrauentag: Am 8. März ist in Berlin Feiertag, 2021 ist das ein Montag. Heißt: Wer im Anschluss vier Tage frei nimmt, hat inklusive der Wochenenden neun Tage Ruhepause.

Ostern: Ostern fällt auf das Wochenende vom 2. April (Karfreitag) bis 5. April (Ostermontag). Wer vier Urlaubstage entweder vor oder nach dem Osterwochenende einsetzt, kann - die beiden Wochenenden eingerechnet - jeweils zehn Tage Erholung am Stück genießen.

Christi Himmelfahrt: Der in vielen Regionen auch als Vatertag begangene Feiertag fällt wie immer auf einen Donnerstag, 2021 ist es der 13. Mai. Mit einem Urlaubstag am Tag darauf kommt man auf ein verlängertes Wochenende von vier Tagen Dauer. Wer vier Urlaubstage investiert, bekommt insgesamt neun Tage Entspannung dafür.

Pfingsten: Nach Christi Himmelfahrt kommt Pfingsten, der 23. und 24. Mai sind ein Sonntag und ein Montag. Wer mit Christi Himmelfahrt beginnt und zwischen dem 14. und 21. Mai sechs Tage Urlaub beantragt, hat inklusive aller drei Feiertage gleich zwölf Tage am Stück frei.

Weihnachten: Der Heiligabend (24. Dezember) ist 2021 ein Freitag. Beide Weihnachtsfeiertage fallen also - für Arbeitnehmer unfreundlich - auf Samstag und Sonntag. Wer jedoch an Heiligabend und an Silvester (31. Dezember) nicht arbeiten muss, kann sich mit dem Einsatz von vier Urlaubstagen, die vom 27. bis 30. Dezember genommen werden, zehn freie Tage am Stück verschaffen, die bis ins Jahr 2022 hineinreichen.

Eher schlecht sieht es mit den übrigen Feiertagen aus. Zwei bundesweite Feiertage fallen 2021 auf ein Wochenende: der Tag der Arbeit (1. Mai) auf einen Samstag und der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) auf einen Sonntag. Auch weitere regionale Feiertage wie Maria Himmelfahrt (15. August) und der Reformationstag (31. Oktober) liegen für Arbeitnehmer recht ungünstig: Beide fallen 2021 auf einen Sonntag.