Bürgermeister bedroht: Justiz will Schnellverfahren einleiten

Ein Mann soll den Bürgermeister von Altenberg (Sachsen) bedroht haben. Dieser gehöre erschossen, soll der Beschuldigte in einer WhatsApp-Story geäußert haben.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in einer WhatsApp-Story dem Bürgermeister von Altenberg den Tod gewünscht zu haben (Symbolbild). Anlass war offenbar eine Aussage des Politikers zu den Corona-Maßnahmen.
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in einer WhatsApp-Story dem Bürgermeister von Altenberg den Tod gewünscht zu haben (Symbolbild). Anlass war offenbar eine Aussage des Politikers zu den Corona-Maßnahmen.dpa/Christoph Dernbach

Dresden/Altenberg-Wegen einer mutmaßlichen Bedrohung des Bürgermeisters von Altenberg in Sachsen nach einer Corona-Äußerung soll sich ein 29-Jähriger in einem beschleunigten Verfahren vor dem Amtsgericht Dippoldiswald verantworten. Die Staatsanwaltschaft Dresden habe einen entsprechenden Antrag gestellt, sagte Sprecher Jürgen Schmidt am Montag.

Der 29-Jährige soll am 3. Dezember in einer WhatsApp-Story geschrieben haben, der Bürgermeister Thomas Kristen gehöre erschossen. Laut Staatsanwaltschaft prangten diese Worte unter einem Facebook-Screenshot, in dem Kristen die Corona-Beschränkungen als „notwendig“ bezeichnet hatte.

Die fragliche WhatsApp-Story war für 24 Stunden sichtbar

Die WhatsApp-Story sei für die Kontakte des 29-Jährigen 24 Stunden lang sichtbar gewesen. Einer dieser Kontakte habe die drohenden Worte an den Bürgermeister weitergeleitet.

Laut Staatsanwaltschaft bestreitet der 29-Jährige die Tat. Das Amtsgericht Dippoldiswalde muss nun entscheiden, ob es den Fall in einem beschleunigten Verfahren verhandelt.