Dresden/Altenberg - Wegen einer mutmaßlichen Bedrohung des Bürgermeisters von Altenberg in Sachsen nach einer Corona-Äußerung soll sich ein 29-Jähriger in einem beschleunigten Verfahren vor dem Amtsgericht Dippoldiswald verantworten. Die Staatsanwaltschaft Dresden habe einen entsprechenden Antrag gestellt, sagte Sprecher Jürgen Schmidt am Montag.

Der 29-Jährige soll am 3. Dezember in einer WhatsApp-Story geschrieben haben, der Bürgermeister Thomas Kristen gehöre erschossen. Laut Staatsanwaltschaft prangten diese Worte unter einem Facebook-Screenshot, in dem Kristen die Corona-Beschränkungen als „notwendig“ bezeichnet hatte.

Die fragliche WhatsApp-Story war für 24 Stunden sichtbar

Die WhatsApp-Story sei für die Kontakte des 29-Jährigen 24 Stunden lang sichtbar gewesen. Einer dieser Kontakte habe die drohenden Worte an den Bürgermeister weitergeleitet.

Laut Staatsanwaltschaft bestreitet der 29-Jährige die Tat. Das Amtsgericht Dippoldiswalde muss nun entscheiden, ob es den Fall in einem beschleunigten Verfahren verhandelt.