LeipzigDie Bundesanwaltschaft hat auf Grundlage eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs eine Frau durch Beamte des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen festnehmen lassen. Die polizeilichen Ermittlungen werden durch die Sonderkommission LinX des LKA geführt.

Sie sei dringend verdächtig, sich als Mitglied an einer kriminellen Vereinigung beteiligt zu haben, so die Bundesanwaltschaft. Zudem bestehe gegen sie „der dringende Tatverdacht der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung, des besonders schweren Landfriedensbruchs, des räuberischen Diebstahls, des Diebstahls, der Sachbeschädigung sowie der Urkundenfälschung“.

Ebenfalls in Leipzig wurden demnach die Wohnungen der Festgenommenen sowie zweier weiterer mutmaßlicher Mitglieder der linksextremistischen kriminellen Vereinigung „auf Grundlage von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs“ durchsucht.

Laut Haftbefehl soll die Frau sich „spätestens im September 2019 einer linksextremistischen Vereinigung in Leipzig“ angeschlossen haben, die spätestens im Januar 2019 gegründet worden sei. Ausschlaggebend gewesen für die Gründung sei „die von allen Mitgliedern geteilte militante linksextremistische Ideologie, die eine Ablehnung des bestehenden demokratischen Rechtsstaates, des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung sowie des staatlichen Gewaltmonopols beinhaltet“.

Vor diesem Hintergrund habe die Vereinigung Angriffe gegen Personen, die aus ihrer Sicht der „rechten Szene“ angehören, durchgeführt. Seit dem Anbeginn ihrer Mitgliedschaft habe die Frau eine herausgehobene Stellung innerhalb der Vereinigung eingenommen. Sie soll unter anderem bei Anschlägen das Kommando übernommen, deren Ausführung vorbereitet und ihr Auto als Fluchtmittel zur Verfügung gestellt haben.