Bundesbank: 2022 mehr als 49 Millionen D-Mark in Euro umgetauscht  

Etwa 4,1 Millionen D-Mark wurden allein in Berlin und Brandenburg umgetauscht. Ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.

Deutsche Mark: Die alten Scheine und Münzen können anders als in vielen anderen Euroländern bei der Bundesbank unbefristet und gebührenfrei umgetauscht werden.
Deutsche Mark: Die alten Scheine und Münzen können anders als in vielen anderen Euroländern bei der Bundesbank unbefristet und gebührenfrei umgetauscht werden.dpa/Julian Stratenschulte

Noch immer sitzen Menschen auch in Berlin und Brandenburg auf Bargeldbeständen der alten D-Mark – häufig bringen sie das Geld für den Umtausch in Euro zur Bundesbank. Rund 4,1 Millionen D-Mark in Münzen und Banknoten wurden in den beiden Bundesländern in diesem Jahr umgetauscht, wie die Bundesbank mitteilte. Insgesamt rund 2,1 Millionen Euro bekamen dafür die Besitzerinnen und Besitzer zurück. In den beiden Vorjahren wurden in den beiden Ländern lediglich je rund 2,6 Millionen D-Mark umgetauscht.

Auch bundesweit zeigt sich ein deutlicher Anstieg – das erste Mal seit 2018. Nach Angaben der Bundesbank wurden in diesem Jahr mehr als 49 Millionen DM in Euro umgetauscht. Die Banker vermuten, dass der Anstieg jetzt mit dem vorübergehendem Ende der Corona-Pandemie zu tun hat. Währen der Pandemie waren die Filialen nur eingeschränkt geöffnet. 

Die alten Scheine und Münzen können anders als in vielen anderen Euroländern bei der Bundesbank unbefristet und gebührenfrei umgetauscht werden. Der Wechselkurs ist unverändert: Einen Euro bekommt man für 1,95583 D-Mark.

Bundesbank: „Oftmals sind alte DM in Vergessenheit geraten“

„Auch wenn einige DM aus Nostalgiegründen oder als Sammlerobjekte aufbewahrt werden, die bewusst nicht gegen Euro umgetauscht werden, kommt es sehr viel häufiger vor, dass viele Bürgerinnen und Bürger gar nicht wissen, auf welchem Schatz sie eigentlich sitzen“, teilte die Bundesbank mit. „Oftmals sind alte DM in Vergessenheit geraten oder verloren gegangen und tauchen erst nach Jahren wieder auf.“

Bundesweit schlummerten bei den Bürgerinnen und Bürgern noch rund 12,3 Milliarden D-Mark, die noch nicht zur Bundesbank gebracht worden seien. Bei 6,6 Milliarden D-Mark handele es sich um Münzen, bei dem Rest um Geldscheine.