Berlin - In Ostdeutschland ansässige Bundesbehörden werden ausschließlich von Menschen geleitet, die gebürtig aus Westdeutschland stammen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, hat keine der sieben in Ostdeutschland stationierten Bundesbehörden einen in Ostdeutschland geborenen Präsidenten. Zudem haben offenbar nur zwei geborene Ostdeutsche die oberste Leitungsfunktion in den 63 in Westdeutschland ansässigen Bundesbehörden inne. Eine der Stellen ist allerdings derzeit unbesetzt, zwei weitere werden von im Ausland Geborenen besetzt, heißt es. 

Auch in Bundesministerien unterrepräsentiert

Nur vier der 124 Abteilungen in den 14 Bundesministerien werden von in Ostdeutschland geborenen Personen geführt. Weder im Heimatministerium noch im Bundeskanzleramt gibt es einen ostdeutschen Abteilungsleiter, so der Bericht. Der RND bezieht sich auf die Antwort auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Matthias Höhn (Linke). Seiner Ansicht nach seien die Festreden der Bundesregierung zur Deutschen Einheit Worte ohne Wirkung gewesen. Höhn sagte: „Ostdeutsche bleiben unterrepräsentiert und zwar besonders an der Spitze.“