Lindner: Energiepreise werden mittelfristig nicht deutlich sinken

Der Finanzminister rechnet mit anhaltend hohen Energiepreisen. Deutschland brauche daher ein neues Geschäftsmodell, so Lindner.

Finanzminister Christian Lindner rechnet mit anhaltend hohen Energiepreisen.
Finanzminister Christian Lindner rechnet mit anhaltend hohen Energiepreisen.AFP/Michal Cizek

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland auf anhaltend hohe Energiepreise eingeschworen. „Es ist absehbar, dass die Energiepreise mittelfristig nicht mehr auf das Vorkrisenniveau sinken werden“, schrieb der FDP-Politiker in einem Gastbeitrag in der Wirtschaftswoche.

Deutschland brauche daher ein neues Geschäftsmodell, fordert Lindner. „Wir können uns im globalen Wettbewerb jetzt einen Vorsprung für Jahrzehnte erarbeiten. Unsere Wirtschaft und unser Staat haben dafür die Kraft, die Mittel und mit der Angebotspolitik ein Konzept.“

Lindner kündigte in dem Beitrag eine „Zeitenwende bei der Standortpolitik“ an – unter anderem mit Investitionen in die „Modernisierung, Digitalisierung und Klimaneutralität der deutschen Wirtschaft“. „Daher werden wir mit einer Investitionsprämie für Klimaschutz und digitale Wirtschaftsgüter Investitionen und Innovationen erleichtern, sobald das konjunkturelle Umfeld dafür stimmt“, kündigte er unter anderem an.