Scholz holt sich noch immer regelmäßig Rat von Merkel

Der Kanzler holt sich offenbar Ratschläge von seiner Vorgängerin. Knapp ein Jahr nach seinem Amtsantritt sei sein Gemütszustand geprägt vom Ukraine-Krieg.

Bundeskanzler Olaf Scholz blickt auf sein Handy im Bundestag.
Bundeskanzler Olaf Scholz blickt auf sein Handy im Bundestag.imago/Chris Emil Janßen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) holt sich noch immer regelmäßig Rat von seiner Amtsvorgängerin Angela Merkel (CDU). „Wir kennen uns erstens lange und haben auch immer gut zusammengearbeitet, obwohl wir in unterschiedlichen Parteien sind“, sagte Scholz am Freitagabend bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in Leipzig. „Und das geschieht auch weiter so.“

Er berate sich aber auch mit vielen anderen Menschen – „weit über die Regierungsparteien hinaus“, betonte Scholz. Sein Befinden knapp ein Jahr nach dem Amtsantritt sei überschattet vom Ukraine-Krieg und den Folgen für Deutschland, räumte der SPD-Politiker ein. „Natürlich ist mein Gemütszustand sehr geprägt von diesem furchtbaren Krieg, der in Europa stattfindet. Denn das ist ja das, was uns umtreiben muss: Der Imperialismus ist wieder zurück in Europa.“

Zur Stimmung innerhalb der Ampel-Koalition sagte Scholz: „Wir hatten gerade einen Koalitionsausschuss, wo wir gar keine Themen hatten, sondern einfach nur mal nett miteinander geredet haben, und das war echt ein netter Abend.“