Berlin -  Der Weg für die Rückgabe der Grundrechte für Geimpfte in der Corona-Pandemie ist frei. Der Bundesrat stimmte am Freitag der entsprechenden Verordnung zu, damit kann sie am Wochenende in Kraft treten. 

Laut Verordnung, die von der Regierung in einem Schnellverfahren auf den Weg gebracht worden war, sollen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene wegfallen. Sie werden zudem Menschen mit negativem Testergebnis gleichgestellt. Bei Treffen mit anderen Personen sollen sie nicht mitgezählt werden. Daraus folgt, dass sich zum Beispiel auch in Regionen mit hohen Infektionszahlen zwei nicht geimpfte Menschen mit einer unbegrenzten Zahl Geimpfter treffen können. Geimpfte sollen zudem negativ Getesteten gleichgestellt werden. Sie müssten in Läden oder beim Friseur keinen Test mehr machen.

Abendliche Ausgangsbeschränkungen fallen für Geimpfte und Genesene weg. Bei Beschränkungen für Präsenzunterricht sollen sie negativ Getesteten ebenfalls gleichgestellt werden. Derzeit gibt es aber noch keine zugelassenen Impfungen für Unter-16-Jährige.

In Quarantäne müssen Geimpfte und Genesene auch nicht mehr. Das gilt etwa für Menschen, die Kontakt zu Infizierten hatten oder aus dem Ausland einreisen – außer man hat sich mit einer in Deutschland noch nicht verbreiteten Virusvariante angesteckt oder man reist aus einem Virusvarianten-Gebiet ein. Auch Geimpfte und Genesene müssen aber weiter Masken an bestimmten Orten tragen und Abstandsregeln befolgen.