Berlin - Wer E-Zigaretten oder Tabakerhitzer nutzt, muss sich auf höhere Preise einstellen. Die Bundesregierung beschloss am Mittwoch in Berlin eine Reform der Tabaksteuer. Auf elektronische Zigaretten und ihre Liquids soll künftig nicht nur Umsatzsteuer anfallen, sondern Tabaksteuer – also deutlich mehr Steuern als bisher.

Die Tabakerhitzer, in denen Tabak nur heißgemacht und nicht verbrannt wird, sollen nicht mehr wie Pfeifentabak, sondern wie normale Zigaretten besteuert werden und damit ebenfalls höher als zuvor. 

Branchenangaben zufolge könnte der Ladenpreis dieser Produktgruppen um bis zu 100 Prozent steigen – wie hoch genau, ist unklar.

Mehreinnahmen für den Fiskus

Zuletzt wurde die Tabaksteuer 2015 angehoben, ab 2022 will der Staat die Steuern wieder erhöhen und begründet dies auch mit dem Schutz der Gesundheit. Zudem will der Fiskus mehr einnehmen: 2022 sollen die Steuermehreinnahmen durch die Reform bei 1,2 Milliarden Euro liegen, dieses Jahresplus soll bis 2026 auf 3,5 Milliarden Euro steigen.

Auch konventionelle Tabakzigaretten dürften teurer werden, aber weniger deutlich. Pro Packung normaler Zigaretten soll die Steuer im Jahr um durchschnittlich acht Cent steigen. Derzeit kostet eine Packung grob gesagt sieben Euro im Inland.