Damaskus/Berlin - Die Bundesregierung hat einem Bericht zufolge mit Unterstützung der USA mehrere deutsche IS-Anhängerinnen und ihre Kinder aus Syrien zurückgeholt. Ein Team des Auswärtigen Amtes und des Bundeskriminalamts habe  mit Hilfe der US-Luftwaffe acht deutsche Staatsbürgerinnen und deren Kinder aus einem kurdischen Camp in Nordsyrien geholt, berichtete die Bild-Zeitung am Mittwochabend. Es handele sich um die bislang größte Rückführung von Deutschen aus Syrien.

Das Auswärtige Amt wollte den Bericht zunächst nicht bestätigen. Nach Angaben der Bild-Zeitung waren die deutschen Beamten am Mittwochmorgen an Bord einer US-Militärmaschine auf einer Luftwaffenbasis in Nordsyrien gelandet. Die Rückholaktion sei gemeinsam mit der dänischen Regierung geplant worden, die ebenfalls Staatsbürger aus Syrien in ihre Heimat zurückgeführt habe.

Die acht deutschen Frauen waren dem Bericht zufolge nach Syrien gereist, um sich dort der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Sie seien dann vom kurdisch-arabischen Militärbündnis SDF gefangengenommen worden. Zusammen mit den IS-Anhängerinnen seien 23 Kinder nach Deutschland zurückgeholt worden.