Berlin - Das Bundeskabinett hat laut Medienberichten offenbar die Schnelltest-Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorerst auf Eis gelegt. Eigentlich war geplant, dass sich ab kommenden Montag alle Bürger kostenlos in Arztpraxen, Apotheken und Testzentren mit einem Antigen-Schnelltest auf Corona testen lassen können, und zwar ohne besonderen Anlass. Wie nun das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und die Bild-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise berichten, wird die massive Ausweitung der Schnelltests allerdings vertagt – die Schaffung kostenloser Test-Möglichkeiten soll auf der Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März besprochen werden.

Laut der Bild-Zeitung vertagte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Termin bei der Sitzung des Corona-Kabinetts am Montag, weil Spahn auf ihre Nachfragen zu Kapazitäten und Genehmigungen keine ausreichenden Antworten hatte. Wie der RND schreibt, soll die neue Teststrategie nun mit der Debatte um mögliche Öffnungsschritte verknüpft werden. 

Die Einführung der kostenlosen Corona-Tests werde nun für den 8. März angepeilt, so die Bild-Zeitung. Am Montagmorgen im CDU-Präsidium hatte Merkel noch Öffnungen in Aussicht gestellt. Zugleich schränkte sie ein, dass Öffnungsschritte mit vermehrten Tests begleitet werden müssten.