Berlin - Die Bundesregierung erwägt, Tierärzte in die Impfkampagne einzubinden. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Für ein höheres Impftempo wurde und werde „geprüft, ob die Einbeziehung weiterer Berufsgruppen, zu denen unter anderem Tierärztinnen und Tierärzte, aber ebenso Zahnärztinnen und Zahnärzte zählen, in die Impfungen erforderlich sein könnte“, zitiert das Magazin eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. 

Sofern es „die epidemische Lage aber erfordern sollte und entsprechende Mengen an Impfstoff vorhanden“ seien, könnten auch weitere Facharztgruppen in die Impfungen einbezogen werden. Allerdings seien die Möglichkeiten der niedergelassenen ärztlichen Versorgung derzeit „bei weitem noch nicht ausgeschöpft“, deshalb habe sich die Notwendigkeit „noch nicht ergeben“.

Tierärzte: Könnten in einem Monat gut zwei Millionen Menschen impfen

Der Bundesverband praktizierender Tierärzte hatte beklagt, dass die Beteiligung der rund 10.000 Tierarztpraxen in Deutschland bisher nicht vorgesehen ist. Bereits Anfang Dezember hätten die Tierärzte ihre Unterstützung angeboten und seien bis heute ignoriert worden.

Laut Siegfried Moder, Präsident des Bundesverbands der praktizierenden Tierärzte, könnten die rund 10.000 Tierarztpraxen in Deutschland bei nur 50 Impfungen pro Woche und Praxis in einem Monat gut zwei Millionen Menschen impfen.