BerlinNach der Rückholung von drei Frauen und zwölf Kindern aus Syrien am Wochenende bemüht sich das Auswärtige Amt eigenen Angaben zufolge um weitere Ausreisen von Deutschen aus der Region. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hieß es am Sonntag aus dem Außenministerium, man arbeite  daran, „die Ausreise vor allem deutscher Kinder aus Nordost-Syrien zu ermöglichen“. Zu diesem Zweck stehe das Auswärtige Amt „auch mit kurdischen Gruppen in Kontakt“.

Zuvor hatte der Tagesspiegel darüber berichtet, dass das Auswärtige Amt mit der kurdischen Autonomieverwaltung „über eine zweistellige Zahl deutscher Frauen“ verhandele, die sich in der Vergangenheit dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen hätten und sich aktuell in Gefangenenlagern der kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) befinden sollen. Das Auswärtige Amt wollte auf dpa-Anfrage weder die Zahl kommentieren noch die Frage, ob sich bei den künftigen Plänen um die Rückholung von „IS-Anhängerinnen“ handele.