BerlinDie Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten am kommenden Dienstag, ob und in welchem Ausmaß der Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird. Einen Tag zuvor wollen sich die Kultusminister der Bundesländer im Vorfeld bereits in der Schulfrage abstimmen. Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, teilte dazu mit, man fordere unter anderem „einen Schulstart nach dem 10. Januar im Wechselmodell“.

Zudem müsse „innerhalb der Kultusministerkonferenz ein Nachteilsausgleich für die anstehenden Abschlussprüfungen, insbesondere das Abitur, beschlossen werden“. Für den Unterricht von zu Hause brauche es auf Länderebene einheitliche Mindeststandards im Bereich der Cloud- und Kommunikationssysteme.

„Ich erwarte heute klare Ansagen von Seiten der Kultusministerkonferenz, die Schülerinnen und Schüler haben die gesamten Ferien im Ungewissen verbracht, es gilt endlich Klarheit zu schaffen“, so Schramm. Dass Kultusministerkonferenz erst 17 Tage nach Ferienbeginn tage, sei „frustierend, weil man mal wieder den Eindruck bekommt die Politik handelt erst wenige Tage vorher ohne endlich langfristig Probleme zu lösen“. Es sei „unbegreiflich warum die Ferien nicht genutzt worden sind“.

Einen Schulstart in voller Präsenz ab dem 11. Januar hält Schramm unterdessen für „unverantwortlich“. Man müsse „die Schulen jetzt auf Wechselmodelle vorbereiten, und jüngere Schülerinnen und Schüler sowie Abschlussklassen hierbei bevorzugen“.

Die Bundesschülerkonferenz (BSK) ist die ständige Konferenz der
Landesschülervertretungen der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist nach eigenen Angaben „überparteilich und überkonfessionell“. Sie sorgt demnach für „die gegenseitige Unterrichtung und den Erfahrungsaustausch zwischen ihren Mitgliedsländern und tritt fördernd für die Mitbestimmung Schülerinnen und Schüler Deutschlands im Schulwesen ein“.