Berlin - Der Bundestag begeht am Mittwoch zum 25. Mal den Holocaust-Gedenktag. Bei der Gedenkstunde im Reichstagsgebäude werden die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, und die Publizistin Marina Weisband sprechen. Am Ende der Zeremonie soll die 1793 geschriebene und in Israel restaurierte Sulzbacher Torarolle fertiggestellt werden.

Damit soll ein Zeichen gesetzt werden, dass der Staat sich selbst verpflichtet, jüdisches Leben in Deutschland zu schützen.  Das Gedenken steht in diesem Jahr im Zeichen des Jubiläumsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Der 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführte Holocaust-Gedenktag erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. 2005 erklärten die Vereinten Nationen den Tag zum internationalen Gedenktag. Die Zahl der im Lager ermordeten Menschen lässt sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen schätzen. Die Gesamtopferzahl des Holocaust schätzen Experten auf sechs Millionen Menschen.