Unterföhring - ProSieben hat ein Showformat für die Kanzlerkandidaten auf die Beine gestellt, muss sich aber mit den Wahlkämpfern Annalena Baerbock und Olaf Scholz begnügen. Die Grünen-Politikerin und der SPD-Mann stellen sich im September ProSieben-Moderator Louis Klamroth und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, wie der Sender am Donnerstag in Unterföhring bei München mitteilte. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet nehme an dem Format nicht teil. „Wir haben Armin Laschet angefragt und er hat abgesagt“, sagte eine ProSieben-Sprecherin dazu auf dpa-Anfrage.

„Unkonventionell. Direkt. Spontan.“ sei das Motto der beiden Mittwochabende am 1. September mit Baerbock und am 15. September mit Scholz, so der Sender. In den Live-Shows werde es politisch und privat. „Bei klassischen Wahlkampf-Auftritten im TV spulen Politik-Profis oft gebetsmühlenartig das gleiche Programm ab. Das langweilt mich und ich glaube viele Zuschauer auch“, so Moderator Klamroth laut Mitteilung.

CDU-Sprecher: Sendung wurde vonseiten von ProSieben abgesagt

Ein CDU-Sprecher sagte auf dpa-Anfrage zu Laschets Nicht-Teilnahme: „Wir waren in Gesprächen mit ProSieben über ein Triell bei ProSieben und Sat.1. Dazu hatte Herr Laschet bereits zugesagt. Diese Sendung wurde dann vonseiten von ProSieben abgesagt.“

ProSieben-Sprecher Christoph Körfer entgegnete dazu auf Anfrage: „ProSieben hätte gerne zu den schon im Mai angekündigten drei ‚ProSieben Bundestagswahl-Shows‘ auch ein Triell vor der Wahl gezeigt. Dazu hatte Armin Laschet zugesagt. Aber es war nicht möglich einen Termin zu finden, an dem die drei Spitzenkandidaten gemeinsam Zeit haben.“