Bundestagswahl: SPD-Chef Walter-Borjans will „führen oder nichts“

Die Sozialdemokraten wollen bei der Bundestagswahl 2021 stärkste Kraft werden. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans formuliert diesen Anspruch sehr deutlich.

Norbert Walter-Borjans, SPD Parteivorsitzender, findet, dass die Zeit als Juniorpartner vorbei ist. Wenn es nach ihm geht, sollen die Sozialdemokraten im September stärkste Kraft werden. 
Norbert Walter-Borjans, SPD Parteivorsitzender, findet, dass die Zeit als Juniorpartner vorbei ist. Wenn es nach ihm geht, sollen die Sozialdemokraten im September stärkste Kraft werden. Imago/Metodi Popow

Berlin-SPD-Chef Norbert Walter-Borjans will seine Partei nach der Bundestagswahl einem Medienbericht zufolge nicht erneut als Juniorpartner in einer Koalition sehen. „Entweder führen oder nichts“, sagte Walter-Borjans der Chemnitzer „Freien Presse“ (Samstag). Soziale Politik gebe es nur mit Olaf Scholz und der SPD im Kanzleramt. Weitere vier Jahre als Juniorpartner seien deshalb für ihn keine Option, zitierte die Zeitung den Politiker weiter. Das gelte in Bezug auf CDU und CSU, aber auch auf die Grünen. Der frühere NRW-Finanzminister sagte demnach, er sehe seine Partei am Wahlabend bei deutlich über 20 Prozent.

Von einem solchen Wert ist die SPD in den aktuellen Umfragen einige Punkte entfernt, sie lag zuletzt bei 15 bis 16,5 Prozent. Die Grünen liegen mit 18 bis 20 Prozent davor auf Platz zwei - deutlich hinter der Union.