Schüler einer neunten Klasse in Bayern.
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BerlinNach dem Start des neuen Schuljahres befinden sich einem Zeitungsbericht zufolge derzeit rund 50.000 Schüler in Quarantäne. Dies habe eine Umfrage bei den zuständigen Ministerien der Länder ergeben, berichtete die „Bild“-Zeitung. „Diese Zahl zeigt, dass wir nach wie vor mitten in der Pandemie sind und dies bereits wieder voll auf den Schulbetrieb durchschlägt“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dem Blatt.

Eine ähnliche Anfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) hatte vergleichbare Zahlen ergeben. Allerdings werden Corona-Verdachtsfälle nicht in allen Bundesländern einheitlich erfasst. Auch ist nicht in jedem Fall klar, wie viele der Schüler in Quarantäne sich tatsächlich angesteckt haben. Kommt es zu einem Verdachtsfall, müssen häufig ganze Schulen oder Klassenverbände vorsorglich in Quarantäne.

Laut RND sind vor allem Bayern und Nordrhein-Westfalen betroffen. In Bayern standen zuletzt etwa 9000 Schüler unter Quarantäne, 343 von ihnen wurden positiv auf das Virus getestet. In Nordrhein-Westfalen waren Anfang der Woche 7000 Schüler in Quarantäne.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, warnte vor einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen an den Schulen. „Die derzeitige hohe Zahl von 50.000 Schülerinnen und Schülern wird sich nach Auffassung des Deutschen Lehrerverbands in den nächsten drei Monaten noch mehr als verdoppeln, wahrscheinlich sogar vervielfachen“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

In der Folge dürfte es „immer schwieriger werden, Infektionsausbrüche zu kontrollieren und einzudämmen“, sagte Meidinger. Inzwischen steige auch die Zahl der Fälle, bei denen eine Ansteckung innerhalb der Schule als wahrscheinlich gelten könne.