Bundesweite Telefon-Störung: Notruf in Berlin vom Handy wieder erreichbar

Nutzer in ganz Deutschland meldeten Probleme. Inzwischen wurde die Störung aber teilweise behoben.

Nutzer meldeten ab Donnerstagnachmittag Störungen im Mobilfunk.
Nutzer meldeten ab Donnerstagnachmittag Störungen im Mobilfunk.dpa/Fabian Sommer

Bei fast allen Mobilfunkanbietern gab es am Donnerstag Störungen. Inzwischen ist es Betroffenen aber zumindest teilweise wieder möglich, Anrufe zu tätigen. Auf dem Störungsportal allestörungen.de war am Donnerstag zu sehen, wie es ab etwa 15 Uhr vermehrt zu Störungsmeldungen kam. Betroffen waren unter anderem O2, Vodafone, 1&1, Aldi Talk und congstar. Am frühen Abend sagte ein O2-Sprecher, die Störung sei teilweise behoben: „Erste Maßnahmen unserer Techniker haben die Netze stabilisiert.“ Grund für die Einschränkungen bei der mobilen Telefonie sei eine Störung an einem Sprachübertragungsserver gewesen.

Die Berliner Feuerwehr gab am Donnerstag zunächst eine amtliche Gefahrenmeldung über die Warn-App Nina heraus. „Aktuell werden verstärkt Störungen in mehreren Mobilfunknetzen gemeldet. Auch der Notruf zur Feuerwehr und Polizei kann davon betroffen sein“, hieß es in der Mitteilung. Die Leitungen der Sicherheitsbehörden selbst waren allerdings in Ordnung. Am Abend wurde die amtliche Warnung wieder zurückgenommen, berichtete der RBB. Der Anbieter Deutsche Telekom stellte überdies klar, dass sein Netz funktioniere und nicht von den Mobilfunk-Problemen betroffen sei.

Hamburg und Bremen: Notrufnummern am Nachmittag ausgefallen

In Hamburg und Bremen waren die Notrufnummern 110 und 112 am Donnerstagnachmittag zeitweise komplett ausgefallen. Dies meldeten die Behörden über das Warnsystem KatWarn. Aus Bremen hieß es, beide Notrufe seien „stark beeinträchtigt“ gewesen.

So können Sie einen Notruf ohne Mobilfunk absetzen:
  • Die offizielle Notruf-App der Bundesländer Nora: Die Smartphone-Anwendung wurde einst entwickelt, um Hör- oder Sehgeschädigten zu ermöglichen, leichter einen Notruf abzusetzen. Bei einem Notfall kann sie jeder nutzen. Allerdings müssen sich Nutzer vorher registrieren.
  • Wenn der Notruf ausfällt: Dienststellen anrufen. Die Telefonnummern der örtlichen Rettungs- und Dienststellen sind im Internet oder auch im Telefonbuch hinterlegt.
  • Fax: Wer in Notfällen Kontakt zur Berliner Polizei aufnehmen möchte, kann dies auch schriftlich tun. Dabei wird ein Fax an die Dienststelle gesendet. Diese Möglichkeit wurde extra für „Gehörlose, Schwerhörige, Ertaubte und Kehlkopflose“ entwickelt, heißt es auf der Webseite InBerlinundBrandenburg.com. (mit dpa)