Berlin - Menschen, die sich vorzeitig Impfungen verschaffen, obwohl sie noch nicht an der Reihe sind, kann demnächst ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro drohen. Darüber berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Große Koalition will das bestehende Gesetz ändern und bringt dazu einen entsprechenden Antrag in den Bundestag ein.

In den vergangenen Wochen machten Lokalpolitiker, Leiter von Hilfsorganisation oder Geistliche Schlagzeilen, die sich vorzeitig impfen ließen, obwohl sie laut Prioritätenliste noch nicht an der Reihe waren. Einer von vielen prominenten Fällen ist der Oberbürgermeister der Stadt Halle, Bernd Wiegand. Er bekam die Impfung vorzeitig. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn, ließ sogar seine Diensträume durchsuchen. Auch mehrere Stadträte seien vorzeitig geimpft worden. Es wird derzeit geprüft, ob der Straftatbestand der veruntreuenden Unterschlagung erfüllt werde. Einen Rücktritt lehnte Wiegand am Mittwoch ab.