Berlin - Die BVG macht den nächsten Schritt bei der Digitalisierung ihrer Fahrgastinformation. Am Mittwoch gehen die ersten Bildschirme in Betrieb, die an Kreuzungspunkten auf U-Bahnhöfen in Echtzeit Umsteigebeziehungen, Störungen und Baustellen anzeigen. Die Monitore sind 46 Zoll groß, sodass alle Informationen gut im Vorbeigehen abgelesen werden können. In der ersten Phase werden insgesamt 120 Anzeiger auf 64 Bahnhöfen verbaut. Weitere sollen folgen.

Die ersten Bildschirme werden auf den U-Bahnhöfen Hauptbahnhof, Lichtenberg, Kleistpark, Wittenau und Johannisthaler Chaussee zu sehen sein. Ein Prototyp dieses Informationssystems ist seit Mitte Oktober des vergangenen Jahres auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße in Betrieb.

Neben Textinformationen können die neuen Info-Displays auch grafische Informationen darstellen, zum Beispiel großformatige Karten und Skizzen. Starke Kontraste und eine große Schrift sollen für gute Lesbarkeit sorgen, wovon insbesondere auch seheingeschränkte Fahrgäste profitieren können.

Die neuen Info-Displays installiert die BVG im Rahmen ihres Projekts zur Digitalisierung der Fahrgastinformation. Schon seit dem Herbst werden in diesem Zuge 940 Straßenbahn- und Bushaltestellen mit Info-Displays ausgestattet, die in Echtzeit über Abfahrten, Störungen und Baustellen informieren.

Das Projekt, zu dem auch die passende Hintergrundsoftware und vorbereitende Maßnahmen an der Infrastruktur gehören, wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ mit rund 3,2 Millionen Euro gefördert.