Berlin - Kinderärzte und der FDP-Familienpolitiker Grigorios Aggelidis fordern eine frühere Corona-Impfung für Eltern. Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, nannte es „sehr sinnvoll, Eltern vor kinderlosen Erwachsenen im selben Alter zu impfen“. Auch Kinder müssten geschützt werden, damit sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es geht dabei nicht nur um Schule und Kita, sondern auch um alles andere, was zum Leben eines Kindes oder Jugendlichen dazugehört.“

„Wir müssen jetzt rasch einen Schutzwall um Kinder aufbauen, indem wir auch Eltern bevorzugt impfen“, sagte der Bundestagsabgeordnete der dpa. Es werde voraussichtlich noch Monate dauern, bis ein Impfstoff für Kinder zugelassen sei. Gleichzeitig erkrankten aber immer mehr jüngere Menschen. „Wir müssen jetzt handeln, um nach den Sommerferien eine Verbesserung für Kinder und Eltern zu erreichen“, forderte Aggelidis.

FDP-Politiker fordert, Eltern ab Mitte Mai bevorzugt zu Impfungen einzuladen

Aggelidis regte an, Eltern ab Mitte Mai bevorzugt zu Impfungen einzuladen. Bis dahin sei voraussichtlich genügend Impfstoff vorhanden. „Auch Lehrer und Erzieher haben wir wegen ihrer Systemrelevanz bevorzugt geimpft“, sagte er. Und weiter: „Eltern sind noch mehr Bindeglied zwischen Kindern und dem Rest der Gesellschaft und könnten somit eine Schlüsselrolle einnehmen.“

Bisher ist geplant, dass Corona-Impfungen spätestens ab Juni für alle in Deutschland möglich sein sollen. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle dann auch bereits einen Termin bekommen. Außerdem hängt der Termin auch davon ab, wie zuverlässig Impfstoffe geliefert werden.