CDU-Generalsekretär Czaja für Deutschpflicht auf Schulhöfen

Nach den Krawallen in der Silvesternacht tobt die Integrationsdebatte. CDU-Generalsekretär Mario Czaja will, dass auf deutschen Schulhöfen künftig nur noch Deutsch gesprochen wird. 

Mario Czaja
Mario Czajadpa/Kay Nietfeld

Der CDU-Generalsekretär Mario Czaja hat sich in der Debatte um die Silvester-Krawalle für eine Deutsch-Pflicht auf deutschen Schulhöfen ausgesprochen. Czaja sagte der Welt, in den Schulen müsse konsequent darauf geachtet werden, dass die Kinder Deutsch untereinander sprächen.

Sozialarbeiter, Sprachmittler und Schulleitungen müssten dafür Sorge tragen. „Es geht nicht, dass auf den Schulhöfen andere Sprachen als Deutsch gesprochen werden“, sagte Czaja. „Ansonsten entstehen schon in den Schulen Parallelgesellschaften.“

Czaja zur Berliner Silvesternacht: Gefühl, dass der Aufklärungswille fehlt

Nur Kinder, die Deutsch können, sollen auch eingeschult werden, so der CDU-Generalsekretär: „Kinder, die kein Deutsch sprechen, sollten vor der Einschulung verpflichtend eine Kita oder eine Vorschule mit Sprachunterricht besuchen müssen“, sagte er. Sprache sei der Schlüssel zur Integration. „Wer sich nicht verständigen kann, wird nur schwer Teil unserer Gesellschaft.“

Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht in Berlin mit mehreren verletzten Einsatzkräften nahm die Polizei 145 Personen fest. Von ihnen hatten 45 die deutsche Staatsbürgerschaft. Die CDU Berlin geriet in die Kritik, weil sie ihre Vornamen wissen wollte. Mario Czaja verteidigte die Anfrage der Parteikollegen mit Aufklärungswillen: „Man hatte bei der Berliner Innensenatorin, aber auch bei der noch Regierenden Bürgermeisterin das Gefühl, dass ebendiese Transparenz und damit der Aufklärungswille fehlt.“ Später stellte sich heraus, dass wegen der Angriffe auf Rettungskräfte nur 38 Personen festgenommen wurden.