Berlin - Der CDU-Europapolitiker Peter Liese will Menschen, die sich gegen Corona impfen lassen, „schon im Sommer ein ganz normales Leben ermöglichen“. Nach seiner Auffassung sei es so, dass „für Menschen mit Impfung mehr möglich ist als für Menschen, die sich aus persönlichen Gründen dagegen entscheiden“. Das teilt der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament auf seiner Homepage mit. Zudem fordert Liese eine Corona-Schutzimpfung als Voraussetzung für Besuche von Konzerten oder anderen Großveranstaltungen.

Die Veranstalter sollten demnach nur Besucher mit Impfausweis einlassen, sobald im kommenden Jahr jeder die Möglichkeit habe, sich impfen zu lassen, sagte Liese nach Angaben der „Westfalenpost“. So könne „der Druck auf die Bürger erhöht werden, sich überhaupt impfen zu lassen“, heißt es in dem Bericht weiter.

Auf seiner Homepage betont Liese: „Das ist kein Zwang zur Impfung, sondern es ist eine Ermöglichung dessen, was im Moment aus guten Gründen verboten ist. Man muss den Menschen so viel Freiheit wie möglich geben, das heißt eben auch, dass für Menschen mit Impfung mehr möglich ist als für Menschen, die sich aus persönlichen Gründen dagegen entscheiden.“

„Kein Zwang zur Impfung“

Schon heute sei es „gang und gäbe, dass man bestimmte Länder der Welt nur bereisen kann, wenn man sich gegen bestimmte Erkrankungen, wie zum Beispiel Gelbfieber, impfen lässt. Das ist kein Zwang zur Impfung, sondern eine Voraussetzung, etwas Bestimmtes zu tun“, so Liese.

„Schritt für Schritt“ könne man dann „wieder zum normalen Leben zurückkehren und ich wünsche mir, dass wir den Menschen so viele Freiheiten wie möglich geben, ohne dabei wie im Moment Tausende Tote pro Woche zu riskieren“. Natürlich müsse man mit den Impfungen „bei den Risikopersonen und mit dem medizinischen Personal beginnen“. Er rechne damit, dass „diese erste Runde der Impfungen schon in wenigen Monaten abgeschlossen ist“.

Daher ist Peter Liese optimistisch: „Dann verliert die Pandemie im März oder spätestens im April ihren Schrecken, weil wir wesentlich weniger schwere Verläufe haben.“