Berlin - Zum Start der Herbstferien in Berlin und Brandenburg kam es am BER zu chaotischen Zuständen – und Entspannung ist nicht in Sicht. Die Lufthansa gibt dem Flughafen eine Mitschuld. Am vorigen Wochenende sei sowohl an den Check-in-Schaltern als auch am Boden zu wenig Personal angesetzt worden. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) erklärt das mit vielen Krankheitsfällen. Zudem hätten laut der Gewerkschaft Verdi einige Mitarbeiter während der Pandemie den Job gewechselt. Die Corona-Bestimmungen führen zusätzlich zu langen Wartezeiten.

Um weiteres Chaos in den nächsten Tagen zu vermeiden, bittet die Lufthansa ihre Passiere jetzt, vier Stunden vor Abflug am BER zu sein. Die Berliner Morgenpost zitiert aus einer internen Mail, die an die Passagiere eines Inlandsfluges von Berlin nach Frankfurt ging: „Aufgrund des erhöhten Passagieraufkommens zum Ferienbeginn kann es zu längeren Wartezeiten an den Check-in-Schaltern und an den Sicherheitskontrollen am Flughafen Berlin kommen. Aus diesem Grunde möchten wir Sie bitten, mindestens 240 Minuten vor Abflug am Flughafen einzutreffen.“

Passagiere berichten unterdessen zum Wochenstart von weiteren Pannen am BER. Starpianist Igor Levit stand 80 Minuten auf dem Rollfeld und twitterte dann eine Durchsage, die er zu hören bekam: „Meine Damen und Herren, es tut uns echt leid, aber der Flughafen BER hat die Passagiere falsch gezählt und nun sind hier offenbar zwei Menschen zu viel an Bord. Wir können da nichts für. Tut uns leid.“