Berlin - Polizeibeamte haben am frühen Sonntagmorgen im Berliner Bezirk Charlottenburg einen illegalen Raser gefasst. Wie die Polizei Berlin bekannt gab, bemerkten Streifenpolizisten gegen 3 Uhr einen Mercedes mit einem jungen Mann am Steuer, der vor einer roten Ampel in der Sömmeringstraße in Richtung Lise-Meitner-Straße stand.

Kurz darauf sei der Jugendliche rechts in die Kaiserin-Augusta-Straße abgebogen und habe dabei mit seiner energischen Fahrweise zwei Fußgänger geschnitten, die die Straße überqueren wollten. Daraufhin schalteten die Beamten das Blaulicht und das Martinshorn ein und folgten dem Mercedes, um den Fahrer zu kontrollieren. Dieser beschleunigte daraufhin seinen Wagen. Mit bis zu 100 Stundenkilometern versuchte er, vor den Einsatzkräften zu flüchten. Dabei habe er auch eine rote Ampel missachtet.

Der Jugendliche versuchte, sich in einer Gartenkolonie zu verstecken

An der Kreuzung Max-Dorn-Straße/Lise-Meitner-Straße entdeckten die Polizisten den Mercedes eingeparkt am rechten Straßenrand. Der Wagen war unverschlossen und der Zündschlüssel steckte. Nach Angaben eines Zeugen sollte der Fahrer zu Fuß in Richtung einer angrenzenden Gartenkolonie geflüchtet sein. Bei der anschließenden Durchsuchung der Kleingartenanlage trafen die Polizeikräfte auf den 17-jährigen mutmaßlichen Fahrer und nahmen ihn fest.

Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten sie fest, dass der Jugendliche der Sohn der Halterin des Mercedes war. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er zu seiner nahe gelegenen Wohnanschrift gebracht und seiner Mutter übergeben. Die Frau hatte noch nicht bemerkt, dass ihr Sohn sich ihr Auto „geliehen“ hatte.