Eine Kem-One-Anlage in Martigues.
Foto: AFP/Bertrand Langlois

MarseilleIn einer Fabrik in Südfrankreich ist es zu einem Chemieunfall gekommen. Aus einem Leck in einem Tank sei eine hochgradig ätzende Flüssigkeit ins Mittelmeer gelaufen, berichtet Euronews. Der Vorfall ereignete sich demnach in einer petrochemischen Anlage der Polyvinylchlorid-Fabrik Kem One in der Stadt Martigues in der Nähe von Marseille.

Die stark ätzende Chemikalie, die insbesondere zur Abwasserbehandlung verwendet wird, habe sich beim Einfließen ins Meer in eine braune Substanz verwandelt und in der Auguette-Bucht eine giftige Schicht von etwa sechs Hektar gebildet, hieß es in dem Bericht. Badegäste seien gewarnt worden, sich von dem betroffenen Küstenabschnitt fernzuhalten. Das Leck im Tank sei inzwischen geschlossen.

Die lokalen Behörden schlossen laut Euronews die Strände von Laurons und Bonnieu und verboten das Bootfahren, Angeln und Schwimmen in der Gegend zwischen dem Strand von Ponteau und Cape Couronne im Golf von Fos für mindestens 48 Stunden.

Die zuständigen Behörden kündigten an, das Ausmaß des Vorfalls zu untersuchen. „Die Verantwortlichen werden alle Schäden beheben müssen, die gefunden werden“, schrieb die französische Umweltministerin Barbara Pompili auf Twitter.