BerlinChemnitz soll für Deutschland Kulturhauptstadt Europas 2025 werden. Die frühere Industriestadt in Sachsen setzte sich im Rahmen eines von den Kulturministern der Bundesländer organisierten Verfahrens gegen die vier Konkurrenten Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg durch, wie die für die Auswahl zuständige europäische Jury am Mittwoch bekanntgab. Chemnitz ist damit die dritte deutsche Kulturhauptstadt Europas. Eine entsprechende Empfehlung für Chemnitz verkündete die europäische Auswahljury. Zuvor waren im Dezember die Mitbewerber Dresden, Gera und Zittau ausgeschieden.

Die Empfehlung der Jury muss von Bund und Ländern noch in eine formelle Ernennung umgewandelt werden. Die zweite Europäische Kulturhauptstadt 2025 stellt Slowenien, die Entscheidung soll im Dezember verkündet werden. In diesem Jahr können sich Rijeka in Kroatien und Galway in Irland mit dem Titel schmücken.

Die Wahl der Kulturhauptstadt soll den Fokus auf den Reichtum und die Vielfalt der Kulturen in Europa legen. Für Städte ist die Ernennung eine Chance zur Fortentwicklung. Die Oberbürgermeisterin von Chemnitz, Barbara Ludwig, nannte dies eine „riesengroße Chance für unsere Stadt“.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sichert Chemnitz breite Unterstützung der Landesregierung zu und lobt das Engagement. „Sie haben die Jury damit überzeugt, dass Sie einen Ansatz gewählt haben, der über das Jetzt und Hier hinausgeht, der die Europäische Union erklären soll, der neue Verbindungen zwischen Ost- und Westeuropa schaffen soll. Wir sind alle richtig stolz auf diese großartige Stadt, auf die Menschen, die das gemacht haben.“

Chemnitz steht nun in einer Reihe mit anderen deutschen Kulturhauptstädten: Essen (2010), Weimar (1999) und West-Berlin (1988) wurden bereits ausgezeichnet. Dieses Jahr tragen  Galway in Irland und die Stadt Rijeka in Kroatien diesen Titel.