Eklat bei „Chez Krömer“: Kurt Krömer bricht Sendung mit Faisal Kawusi ab

In der Sendung bezeichnete der RBB-Moderator den Skandal-Komiker Kawusi als „Arschloch“. Nun kontert Kawusi und nennt Krömer einen „H-Sohn“.

Kurt Krömer hatte offenbar die Nase voll von seinem Gast.
Kurt Krömer hatte offenbar die Nase voll von seinem Gast.dpa/Rolf Vennenbernd

Hitziges Gespräch bei Moderator Kurt Krömer: Während eines Interviews mit dem Comedian Faisal Kawusi ist es in der RBB-Sendung „Chez Krömer“ zu einem kleinen Eklat gekommen. Krömer, 48, brach das Gespräch mehrere Minuten vor Ende vorzeitig ab und verließ den stilisierten Verhörraum. Anschließend sagte er vor den Kameras: „Heute ist der Tag, wo ich glaube (...), dass ich nach Hause gehe und mal gucke, ob ich das Konzept vielleicht noch mal überdenke.“ Dann stand er auf und ging. Zuvor hatten mehrere Medien über die Sendung berichtet.

In dem Interview, das in der ARD-Mediathek abrufbar ist, ging es unter anderem um einen Instagram-Kommentar Kawusis zum Thema K.-o.-Tropfen, eine als rassistisch kritisierte Äußerung gegenüber der „Let’s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse und ein Tourplakat des Comedians, das an die tödliche Festnahme von George Floyd 2020 erinnerte.

Kawusi erklärte, er sei nicht rassistisch und auch sonst niemandem gegenüber feindlich eingestellt. Die Eltern des 31-Jährigen stammen aus Afghanistan und kamen 1989 als politische Flüchtlinge nach Deutschland. Kawusi wurde 1991 in Hessen geboren.

Schlagabtausch zwischen Krömer und Kawusi

Gegen Ende fragte Kawusi, ob Krömer nicht Personen in die Sendung einladen wolle, die er nicht hasst. Krömer entgegnete: „Wir haben nur Arschlöcher hier, inklusive dir.“ In einem Stream von Kawusi auf der Plattform Twitch reagierte der Komiker später auf die Sendung und erwiderte die Beleidigung. „Dann kommt dieser H-Sohn und stellt sich als Moralapostel hin.“

In der RBB-Show stellen sich Promis und Politiker den Fragen von Moderator Kurt Krömer. Zu den Gästen zählten unter anderem Ex-Bild-Chefredakteur Julian Reichelt, der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die frühere AfD-Parteichefin Frauke Petry.

Twitter: Sendung erhitzt die Gemüter

In den sozialen Netzwerken scheiden sich die Geister. Zum einen nehmen Nutzer den Moderator in Schutz und geben an, dass Faisal Kawusi zu Recht ins Kreuzfeuer der Kritik geraten sei. Zum anderen wird angemerkt, dass die Sendung durch die Streitigkeiten durchaus destruktiv gewesen sei.


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