Taipeh - In China greifen die Behörden zu ungewöhnlichen Mitteln, um die Impfbereitschaft im Kampf gegen das Coronavirus zu steigern. So sollen Geimpfte vergünstigte Lebensmittel, Eintrittskarten für Kulturstätten und andere Prämien erhalten, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. In der Stadt Taipeh haben Plakate, auf denen das städtische Gesundheitszentrum mit kostenlosen Eiern für die Corona-Impfung wirbt, für Belustigung gesorgt.

Wegen der weitgehenden Eindämmung der Corona-Pandemie würden sich viele Chinesen nicht mehr vor der Ansteckung mit dem Virus fürchten, sagte Helen Chen, Gesundheitsexpertin bei einem Marktforschungsunternehmen in Shanghai. Es sei ein falsches Gefühl der Sicherheit entstanden und es habe sich Bequemlichkeit eingeschlichen. 

Die chinesische Regierung hatte im Januar 2020 mehrmonatige Ausgangssperren in Wuhan und anderen Städten der Provinz Hubei beschlossen und durch striktes Eingreifen, etwa im Rahmen von Grenzkontrollen, das Infektionsgeschehen schnell unter Kontrolle gebracht. Die Impfungen seien zwar eher schleppend gestartet, aber inzwischen würden jeden Tag etwa sechs Millionen Impfungen verabreicht. Das erklärte Ziel für Juni sei es, 560 Millionen der insgesamt 1,4 Milliarden Einwohner zu impfen.