Der linke Intellektuelle Noam Chomsky hat sich mehrfach zum Krieg in der Ukraine geäußert und dabei die USA scharf kritisiert. Gegenüber der Website Truthout spricht sich Chomsky für eine „Volksbewegung“ aus, „die die USA dazu drängt, ihre offizielle Politik umzukehren und sich Diplomatie und Staatskunst anzuschließen.“ Sanktionen oder eine militärische Unterstützung der Ukraine könnten Chomsky zufolge gerechtfertigt sein, „wenn sie zu diesem Ziel beitragen, und nicht, wenn sie darauf abzielen, die Russen zu bestrafen, während sie die Agonie verlängern und der Ukraine mit Zerstörung drohen, mit unaussprechlichen Folgen darüber hinaus“.

In einem Interview mit dem niederländischen Journalisten Thijmen Sprakel sagte Chomsky überdies, dass es „glücklicherweise“ einen westlichen Staatsmann „von Format“ gebe, der auf eine diplomatische Lösung des Krieges in der Ukraine dränge, statt nach Wegen zu suchen, ihn anzuheizen und zu verlängern. Chomsky: „Sein Name ist Donald J. Trump.“ Den Videodaten nach wurde das Interview am 26. April geführt.

Twitter-Nutzer zweifeln an Chomskys Zurechnungsfähigkeit

Ein Tweet des Journalisten Glenn Greenwald, der einen Auszug des Videos geteilt hat, wird kontrovers kommentiert. So zweifeln einige Nutzer an der Zurechnungsfähigkeit Chomskys. Der mutmaßliche Gesinnungswandel des Intellektuellen und bisherigen Trump-Gegners sorgt für Verwunderung.

Im Jahr 2021 hatte sich Chomsky noch kritisch gegenüber Trump geäußert. Chomsky, der als Begründer der modernen Linguistik gilt, bezeichnete den ehemaligen US-Präsidenten als „bösartigen Tumor“, der das Potenzial gehabt habe, die Menschheit zu zerstören.