Chemnitz - Die ehemalige Europameisterin im Hürdensprint, Cindy Roleder, ist im Januar Mutter geworden und bereitet sich derzeit auf die Olympischen Spiele in Tokio vor. Das sagte die Sportlerin dem Nachrichtensender ntv. Demnach ist ihre Tochter ein relativ ruhiges Kind. „Sie lacht viel und weint eigentlich nur, wenn sie Hunger hat“, sagt Roleder. Sie und ihr Mann hätten sich „gut eingegroovt“ und bekämen zudem Hilfe von den Großeltern. 

Sie hätte nicht gedacht, dass sie schon so weit sei, aber sie sprinte nur wenige Monate nach der Geburt bereits wieder Hürden. Das funktioniere von „Woche zu Woche“ besser. Zunächst sei sie jedoch nur gejoggt. Dies fühle sich aber mittlerweile wie Sprinten an. Allerdings hätten ihre Füße noch Anpassungsprobleme und täten weh.

Die Olympischen Spiele in Tokio starten am 23. Juli. Bis dahin will Roleder fit sein. Sie sei der festen Überzeugung, dass sie das hinbekomme. Die Organisatoren der Spiele haben allerdings entschieden, dass keine ausländischen Zuschauer daran teilnehmen dürfen. Das bedeutet, dass ihre junge Familie zu Hause bleiben muss. Roleder dazu: „Wir hätten die Kleine jetzt sowieso nicht mitgenommen, sie ist viel zu klein dafür. Diesen langen Flug wollen wir ihr gar nicht zumuten.“

Eine Bedingung für ihre Teilnahme stellt sie dann aber doch: Funktionäre und Wissenschaftler seien in einer Bringschuld. „Sie müssen ein hervorragendes Hygienekonzept aufbauen.“ Die Verantwortung dürfe nicht auf die Athleten abgeschoben werden. „Mein Job ist es, schnell zu laufen“, betont Cindy Roleder.