Berlin - Fritz Puppel, Gitarrist der Band City, mag den bei vielen seiner Musikerkollegen unbeliebten Begriff „Ostrock“. „Für mich ist Ostrock eine Qualitätsmarke. So wie Britpop gibt es eben auch Ostrock“, sagte der Musiker in einem Interview, das im Buch „Das jetzt wirklich allerletzte Ostrockbuch“ erschien. Oldieband sei hingegen für ihn „das schlimmste Wort“. Der 77-Jährige sagte dazu: „Ich würde nicht mehr auf die Bühne gehen, wenn ich wüsste, dass nichts mehr passiert, dass es nicht mehr weitergeht.“

Die vier Musiker der Berliner Band City feiern im kommenden Jahr ihren 50. Band-Geburtstag – als Abschied von der Bühne. „Wir wollen's mal versuchen, wenn's am schönsten ist, aufzuhören. Und nicht die Sache zu verplempern“, hatte Puppel dazu vor einigen Monaten gesagt.

City: Bühnen-Abschied heißt nicht, dass die Band aufgelöst wird

Im Buch schildert der Gitarrist: „Wir werden nicht schummeln und plötzlich zurückkehren, aber wir verstehen unseren Abschied von den Bühnen nicht als Auflösung der Band. Es kann also durchaus passieren, dass es uns noch einmal ins Studio treibt oder dass wir bei irgendeiner TV-Geschichte dabei sind.“ City gehörte zu den bekanntesten DDR-Rockbands. Die Gruppe befand sich mit ihren kritischen Texten im sozialistischen Staat oft am Rande des Erlaubten.