Berlin - Der Bürgermeister von Neukölln, Martin Hikel (SPD) plädiert dafür, eine Zentralstelle für konfiszierte Immobilien einzurichten. Dies geht aus einem Bericht des Tagesspiegel hervor. Demnach geht es insbesondere um Gebäude, die von kriminellen Clans an den Staat übergehen. Man werde „künftig öfter überlegen müssen, was die Kommunen mit konfiszierten Immobilien machen sollen“, so Hikel.  Dies beträfe nicht ausschließlich, aber insbesondere den Bezirk Neukölln. Die Zentralstelle solle vom Land mit „ausreichend Expertise und somit Personal“ ausgestattet werden.

Die Berliner Behörden beschlagnahmten 2018 77 Wohnungen, Häuser und Laubengrundstücke, die einem bekannten Berlin Clan zugerechnet wurden, heißt es in dem Bericht. Grund dafür war der Verdacht der Geldwäsche. Darüber hinaus rechnen sie damit, dass immer mehr Clan-Immobilien dem Staat zufallen könnten.