Berlin - Vom 1. Januar an verteuert ein CO2-Preis in Deutschland das Tanken und Heizen mit Öl und Gas.

Um fossile Energien zu verteuern und klimaschonende Alternativen voranzubringen, gibt es ab 2021 einen nationalen CO2-Preis für die Bereiche Verkehr und Heizen. Pro Tonne CO2, die beim Verbrennen von Diesel und Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht, müssen verkaufende Unternehmen wie Raffinerien zunächst 25 Euro zahlen. Nach und nach wird es mehr – wie es in der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre weitergeht, ist noch offen. 

Heizen mit fossilen Energieträgern und Tanken wird also teurer. Dazu kommt, dass die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer ausläuft. Der Mineralölwirtschaftsverband rechnet deswegen damit, dass die Kosten beim Tanken insgesamt um 10 bis 11 Cent pro Liter steigen.

Für die steigenden Kosten sollen Pendler für die Jahre 2021 bis 2026 durch eine höhere Entfernungspauschale entlastet werden. Ab dem 21. Entfernungskilometer sollen statt 30 Cent dann 35 Cent pro Kilometer geltend gemacht werden können, ab 2024 dann 38 Cent. Arbeitnehmer, deren steuerpflichtiges Einkommen unterhalb des Grundfreibetrages liegt, sollen stattdessen eine Mobilitätsprämie erhalten. Zudem sollen Verbraucher beim Strompreis entlastet werden. Energetische Gebäudesanierung wird stärker gefördert.