Köln - Fußball-Bundesligist Union Berlin hat bei der Auslosung für die Gruppenphase in der Conference League machbare Gegner erhalten. Der Hauptstadtklub spielt gegen Slavia Prag, Feyenoord Rotterdam und Maccabi Haifa. Die Berliner hatten sich mit 4:0 und 0:0 gegen Kuopio PS aus Finnland für die Gruppenphase qualifiziert.

Wobei Union-Sportchef Oliver Ruhnert betont: „Das ist sportlich die schwierigste Gruppe. Aber Union ist auch nicht einfach zu spielen, und die anderen haben Respekt, gegen uns zu spielen. Es müssen uns aber einige gute Tage gelingen, wenn wir die Gruppe überstehen wollen.“ Die Gruppenspieltage finden am 16. und 30. September, am 21. Oktober, dem 4. und 25. November sowie dem 9. Dezember statt.

Die Gegner sind Union in internationaler Erfahrung voraus

Die Gruppensieger erreichen das Achtelfinale der Conference League. Die Gruppenzweiten ziehen in die K.-o.-Runden-Playoffs ein, wo sie auf die Teams treffen, die in der Gruppenphase der Europa League Platz drei belegt haben.

Zwar gibt es für die Köpenicker erstmal in dem von vielen als unattraktiv bezeichneten Wettbewerb keine Duelle mit AS Rom und seinem Startrainer José Mourinho oder Tottenham Hotspur um Superstürmer Harry Kane, aber die Gruppe F hat es in sich. Alle Gegner sind Union in internationaler Erfahrung deutlich voraus.

Unions Heimspiele werden wohl im Olympiastadion stattfinden

„Das wird ganz sicher seine Auswirkungen haben, wir werden in Situationen kommen, die wir so nicht gewöhnt sind“, sprach Unions Trainer Urs Fischer vor dem Los über die Dreifachbelastung mit Liga, Pokal und Europacup. „Es wird nicht einfach, es sind sechs englische Wochen, das ist eine Aufgabe“, meinte er. Schon am Sonntag muss man gegen Borussia Mönchengladbach in den Liga-Modus finden, um die Serie von sieben Pflichtspielen ohne Niederlage in drei Wettbewerben fortzuschreiben.

Seine drei Heimspiele wird Union wie das Playoff gegen Kuopio PS (0:0) sehr wahrscheinlich im Olympiastadion austragen müssen, da das Stadion An der Alten Försterei nicht die von der Uefa für die Gruppenphase geforderten 8000 Sitzplätze bietet. Die Atmosphäre vor 22.159 Fans, mehr als im eigenen Stadion Platz finden, am Donnerstag gegen die Finnen, hatte bei Fischer für einen „Gänsehaut-Moment“ gesorgt. Gerade das Duell gegen Rotterdam dürfte elektrisieren.

Trimmel will nicht nur „schön herumreisen“

Das Finale ist für 25. Mai 2022 im Nationalstadion in Tirana terminiert. Der Sieger erhält automatisch einen Startplatz in der Gruppenphase der Europa League in der nächsten Saison. „Wir freuen uns unheimlich, es ist etwas Außergewöhnliches, was wir geleistet haben als Team“, beschrieb Trainer Fischer die Stimmung bei den Eisernen. Kapitän Christopher Trimmel versuchte sich an einer historischen Einordnung. Unions Fußball-Story sei etwas „Außergewöhnliches für die Geschichtsbücher“.

In die K.o.-Phase einzuziehen müsse nun das Ziel sein, meinte der Österreicher noch vor der Auslosung: „Wir sind nicht in die Gruppenphase gekommen, um jetzt da schön herumzureisen.“