PotsdamIn Brandenburg bleibt die Zahl bestätigter Corona-Neuinfektionen weiter hoch. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch von 400 neuen Ansteckungen innerhalb eines Tages.

Von Montag zu Dienstag waren es 409 Fälle. Acht neue Todesfälle kamen hinzu. Damit sind seit dem Frühjahr im Zusammenhang mit dem Coronavirus 269 Menschen gestorben. Der Rekord an Neuinfektionen wurde aber nicht gebrochen. Dieser lag für Brandenburg weit über 500.

Aktuell sind 5120 Menschen im Land erkrankt – ein Rückgang um 21 im Vergleich zum Vortag. 399 Patienten werden im Krankenhaus behandelt; davon werden 98 intensivmedizinisch betreut, 68 von ihnen müssen beatmet werden.

598 Intensivbetten in Brandenburg belegt

In Brandenburg sind nach Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) aktuell 598 Intensivbetten belegt, 197 sind noch frei. Innerhalb einer Woche können zusätzlich 426 Intensivbetten aufgestellt werden.

Die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche liegt für Brandenburg bei einem Wert von 104,4. Den Spitzenwert hat derzeit Cottbus mit 191,6, gefolgt vom Landkreis Spree-Neiße mit 189,1 Ansteckungen innerhalb einer Woche. Seit März haben sich 14.688 Menschen in Brandenburg mit dem Coronavirus infiziert. Als genesen gelten 9299 Menschen – 415 mehr als einen Tag zuvor.

Das Land hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums für Impfungen drei Millionen Spritzen und Kanülen bestellt. Zu den konkreten Kosten wollte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse noch keine Angaben machen. Die „Bild“-Zeitung berichtete von insgesamt 300 Millionen Euro Kosten für die Impfungen, die zur Hälfte der Bund trägt. Dazu sagte Hesse auf Nachfrage, dem Finanzministerium sei eine erste maximale Kalkulation übermittelt worden, die Kosten könnten auch geringer ausfallen. Er verwies auf die laufenden Verhandlungen und Gespräche zur Impfstrategie. Für eine Kostenkalkulation sei wichtig, wer wie zuerst geimpft werden solle und welcher Impfstoff zugelassen sei, so der Sprecher. Das sei noch nicht abschließend geklärt.