Berlin – Angesichts der steigenden Corona-Zahlen will mehr als die Hälfte der Bürger in Deutschland einer Umfrage zufolge eine Ausgangssperre für Ungeimpfte. 57 Prozent der Befragten sprachen sich für die Maßnahme aus, wie sie seit Wochenbeginn etwa in Österreich gilt. Menschen ohne Corona-Schutzimpfung dürften dann ihr Zuhause nur noch aus zwingenden Gründen wie für den Weg zur Arbeit oder tägliche Einkäufe verlassen. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Trendbarometer von RTL und ntv hervor, für den das Meinungsforschungsinstitut Forsa rund 1000 Menschen befragt hatte.

Demnach sind fast drei Viertel der befragten Anhänger der Grünen wie auch der Union für einen solchen Lockdown für Ungeimpfte – aber auch 70 Prozent der FDP-Anhänger. 40 Prozent aller Befragten lehnen eine solche Maßnahme ab, 32 Prozent befürworten hingegen auch Ausgangssperren für Geimpfte. 64 Prozent der Befragten sind mittlerweile für eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona.

Großen Zuspruch findet der Umfrage zufolge auch der Vorschlag, das öffentliche Leben – ob Gastronomie, Einzelhandel oder Veranstaltungen – mit einer 2G-Regelung weitestgehend nur für Geimpfte und Genesene zugänglich zu machen. 71 Prozent der Befragten sprachen sich bundesweit dafür aus – im Osten Deutschlands allerdings nur 58 Prozent. 70 Prozent sind außerdem der Ansicht, dass Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie bundesweit einheitlich gelten sollten.