Grünheide - Die Corona-Pandemie hat auch die Baustelle für die geplante Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide (Oder-Spree) erreicht. Eine „zweistellige“ Zahl an Mitarbeitern habe sich mit dem Coronavirus infiziert, teilte der Landkreis Oder-Spree am Donnerstag mit. Der Tagesspiegel will erfahren haben, dass bisher mindestens 20 Corona-Fälle aufgetreten seien. 40 Mitarbeiter stünden unter Quarantäne. Das zuständige Gesundheitsamt sei in engem Austausch mit Tesla.

Dass eine der größten Baustellen in Deutschland bei einem sich gerade wieder beschleunigenden Pandemie-Geschehen nicht außen vor bleibe, war zu erwarten, erklärte ein Sprecher des Landkreises.

Nach Corona-Ausbruch: Tesla hat eigenes Testcenter eingerichtet

Tesla hat nach Angaben eines Brancheninsiders ein eigenes Testcenter auf der Baustelle eingerichtet und führt dort regelmäßige Testungen von Mitarbeitern durch. Zusätzlich gebe es umfangreiche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen. Nach dpa-Informationen liegt die Zahl aller Mitarbeiter im „niedrigen vierstelligen“ Bereich.

In der Autofabrik bei Berlin will Tesla nach bisherigen Plänen im Juli mit der Produktion von Fahrzeugen beginnen. In einer ersten Phase sind bis zu 500.000 Autos pro Jahr vorgesehen. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung dauert laut Umweltministerium an. Deshalb baut das Unternehmen über vorzeitige Zulassungen.

Tesla-Chef Elon Musk will auf dem Gelände auch die weltgrößte Batteriefabrik errichten. In Branchenkreisen ist von Investitionen in einem mittleren einstelligen Milliardenbereich die Rede – und das noch ohne die Batteriefertigung.