Das Logo der Weltgesundheitsorganisation an ihrem Sitz in Genf.
Foto: AP/Anja Niedringhaus

GenfDer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank gegründete Thinktank Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) übt in seinem Jahresbericht Kritik an der Reaktion der internationalen Politik auf die Corona-Pandemie.

Diese habe ein kollektives Versagen bei der Pandemie-Prävention und die Verwundbarkeit hochgradig vernetzter Volkswirtschaften und Sozialsysteme offenbart. Sie habe von bestehenden Ungleichheiten und Rissen innerhalb von Gesellschaften und Ländern profitiert und diese verschärft. Außerdem sei klar geworden, dass es keine Gesundheitssicherheit ohne soziale Sicherheit geben könne.

Fünf Dinge seien für die Weltgemeinschaft entscheidend, um wieder aus der aktuellen Krise herauszukommen: verantwortungsvolle politische Führung, eine engagierte Bürgerschaft, starke und anpassungsfähige Gesundheitssysteme, nachhaltige Investitionen und eine zuverlässige globale Steuerung der Bereitschaftsplanung.

Die Experten kamen zu dem Schluss, dass die Länder der Welt bei keiner der im GPMB-Jahresbericht 2019 geforderten Maßnahmen zur Vorbeugung einer Pandemie große Fortschritte erzielt hätten und dass dieser Mangel an Führung die Pandemie verschlimmere. Wenn es nicht gelinge, die Lehren daraus zu ziehen, werde die nächste Pandemie noch mehr Schaden anrichten.