Das Coronavirus.
Illustration: Imago Images/Science Photo Library

BerlinIn Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 443 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Freitagabend hervor. Damit steigt die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie in der Hauptstadt auf 17.555.

Besonders viele Neuinfektionen hat der Bezirk Mitte am Freitag zu beklagen: Hier wurden 113 neue Corona-Fälle gemeldet. Auf Platz zwei folgt Neukölln mit 63 Neuinfektionen, auf Platz drei Reinickendorf mit 52.

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) twitterte, der Bericht zeige eine „dramatische Entwicklung“ insbesondere bei den Jüngeren. „Allerdings erreichen die Infektionen auch wie zu erwarten alte Menschen. Unachtsamkeit beim Umgang kann ihnen die Gesundheit und das Leben kosten!“, mahnte sie.

152 Covid-19-Erkrankte werden derzeit im Krankenhaus behandelt, davon liegen 39 auf der Intensivstation. Insgesamt sind 234 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben, am Freitag kam ein neuer Todesfall hinzu. 14.180 gelten inzwischen als genesen, das sind 215 mehr als noch am Vortag. Damit gibt es in Berlin aktuell 3141 aktuelle Corona-Fälle.

Auch Reinickendorf reißt jetzt kritische Marke für Risikogebiet

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, steigt weiter an, sie liegt für ganz Berlin aktuell bei 56,4. Am Donnerstag hatte die Hauptstadt den Grenzwert für ein Risikogebiet erstmals überschritten – dieser liegt bei 50. Im Bezirk Neukölln liegt die 7-Tage-Inzidenz fast dreimal höher: Hier beträgt der Wert inzwischen 143,1. Vier weitere Bezirke reißen die kritische Marke ebenfalls: Mitte (85,8), Tempelhof-Schöneberg (72,9), Friedrichshain-Kreuzberg (65,1) und Reinickendorf (55,2). Die Corona-Ampel für die 7-Tage-Inzidenz steht dementsprechend weiter auf Rot.

Die Corona-Ampeln für die Reproduktionszahl steht mit 1,06 weiterhin auf Grün, ebenso die Ampel für die Auslastung der Intensivbetten – diese liegt bei 3,0 Prozent.