BerlinDie ersten Pläne sickerten schon am Wochenende durch, doch jetzt ist es beschlossene Sache. Wie Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) auf der Senats-PK und auf Twitter am Dienstagnachmittag mitteilte, hat die Berliner Landesregierung sich endgültig auf sechs Impfzentren festgelegt, um die Ausbreitung von Corona zu stoppen.

Demnach sollen sie auf dem Messegelände (Halle 11), am Flughafen Tegel (Terminal C), am Flughafen Tempelhof, im Erika-Hess-Eisstadion (Wedding), im Velodrom (Prenzlauer Berg) und in der Arena Berlin (in der Nähe vom Badeschiff in Alt-Treptow) eingerichtet werden.

Bis Mitte Dezember sollen die Impfzentren stehen, so Kalayci. „Wir bereiten uns auf die Maximalmenge an #Impfstoff vor, der vom Bund kommt“, twitterte die Gesundheitsverwaltung.

Wann ein Impfstoff endgültig zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht ganz klar. Aktuell wurde für zwei hoffnungsvolle Wirkstoffe eine Zulassung beantragt.

Nach Verfügbarkeit eines Impfstoffes sollen in Berlin zunächst etwa 400.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Diese Größenordnung nannte Kalayci (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung.  

Welche Bevölkerungsgruppen in dieser ersten Phase dran seien, stehe noch nicht fest und hänge von den Empfehlungen mehrerer Expertenkommissionen auf Bundesebene ab. Im Fokus stünden unter anderem ältere Menschen – in Berlin leben allein 390.000 über 75-Jährige – oder die rund 100.000 Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflege, so Kalayci.