Gäste in einem Berliner Biergarten.
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BerlinDie bisher wegen der Corona-Pandemie geltenden Abstandsregeln in Gaststätten werden in Berlin gelockert. Darauf hat sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung am Dienstag verständigt. Künftig dürfen etwa im Restaurant bis zu sechs Gäste an einem Tisch sitzen, auch wenn 1,50 Meter Abstand nicht eingehalten werden können. Die Infektionsschutzverordnung soll entsprechend geändert werden.

Bisher müssen in Gaststätten die Stühle so stehen, dass zwischen den Gästen ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Ausnahmen gelten für Ehe- und Lebenspartner und Angehörige des eigenen Haushalts. Aus Sicht der Berliner Gastronomie war die bisherige Regelung eine erhebliche Einschränkung. Die Zahl der Gäste reduzierte sich dadurch deutlich. Der Berliner Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) war über dieses Thema immer wieder in Gesprächen mit dem Senat und der Wirtschaftsverwaltung.

Lockerungen sind auch im Sportbereich vorgesehen. Das gilt etwa für den Trainingsbetrieb bei Kontaktsportarten. Im Amateurfußball ist er in Berlin bereits wieder erlaubt. Das soll nun auch für andere Kontaktsportarten möglich sein. Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hatte für die Senatssitzung in Auftrag gegeben, eine entsprechende Entscheidung zur Freigabe für den Kontaktsport vorzubereiten.

Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sollen dagegen noch nicht schnell wieder komplett öffnen. Geplant ist, bis Ende September 90 Prozent der Arbeits- und Betreuungsplätze wieder zu erreichen. Beim Thema Prostitution hat der Senat noch nicht entschieden, sie wieder zuzulassen. Es bleibt weiter auf der Tagesordnung und soll in naher Zukunft noch einmal beraten werden. Auch Saunen - mit Ausnahme von Trockensaunen - sollen weiterhin geschlossen bleiben.