BerlinAn Berliner Schulen ist offensichtlich nicht allen Lehrern und Schülern bekannt, wie man Unterrichtsräume durchlüftet. Sie sollen das regelmäßige Öffnen und Schließen von Fenstern nun „trainieren“, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Freitag mitteilte. An den Schulen sollen dazu 3500 CO2-Messgeräte verteilt werden, die sich das Land eine Million Euro kosten lässt.

Lüften sei eine der wichtigsten Maßnahmen in geschlossenen Räumen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, so Scheeres. „Die CO2-Messgeräte sind eine Unterstützung, um den richtigen Lüftungsrhythmus in den schulischen Lerngruppen zu trainieren.“ Sie würden anzeigen, wann die Luft verbraucht sei und somit wichtige Anhaltspunkte dafür liefern, „ob das bisherige Vorgehen bereits optimal ist“.

Die Vorgaben der Bildungsverwaltung für die Schulen sehen vor, Klassenräume immer vor und nach dem Unterricht und mindestens einmal in der Mitte jeder Unterrichtsstunde mehrere Minuten lang komplett durchzulüften, zudem in Pausen. Da es dabei im Winter selbst in geheizten Räumen frisch werden kann, sollen die Schüler warme Kleidung tragen.

Um Schulfenster in der kalten Jahreszeit nicht ständig öffnen zu müssen, sind sogenannte Luftreiniger in der Diskussion. Nach ersten Tests an einigen Schulen werde nun der Hygienebeirat die Ergebnisse auswerten, sagte eine Sprecherin der Bildungsverwaltung. Danach sollen Fachleute der Charité prüfen, ob solche Systeme Sinn machen.