Die Corona-Maßnahmen für Berlins Schülerinnen und Schüler werden nur unwesentlich gelockert. Die Präsenzpflicht an Schulen tritt, wie der Senat am Dienstag beschlossen hat, nach dem 28. Februar wieder in Kraft. Das heißt: Unterricht vor Ort ist wieder Pflicht. Die Maske ist in Innenräumen für alle Jahrgänge weiterhin vorgeschrieben, auch am Platz. Eine Abschaffung der Maskenpflicht wie in anderen Bundesländern ist nicht geplant. Auch die „serielle Testung“ der Kinder und Jugendlichen wird beibehalten. Das erklärte Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) nach der Senatssitzung.

Dabei soll es aber auch bleiben. Mehr ist nach Informationen der Berliner Zeitung nicht geplant. Im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Brandenburg lässt sich Berlin mit Corona-Lockerungen Zeit. Die Kontaktbeschränkungen bleiben auch für Geimpfte und Genesene bis zur nächsten Senatssitzung am 1. März bestehen. Brandenburg setzt die Beschlüsse von Bund und Ländern schon diese Woche um.

Schrittweise Lockerungen in den nächsten vier Wochen

Bund und Länder hatten sich grundsätzlich auf einen Drei-Stufen-Plan geeinigt, der schrittweise Lockerungen in den kommenden vier Wochen vorsieht. Dazu zählt auch der Wegfall der Zugangsbeschränkungen und Kontrollen im Einzelhandel. Das gilt in Berlin allerdings bereits seit vergangenem Freitag. Kunden müssen beim Einkaufen nur noch eine FFP2-Maske tragen. Die 2G-Regel ist in der Hauptstadt auch für andere Bereiche bereits aufgehoben worden, etwa für Museen und touristische Angebote wie Schiffsausflüge und Stadtrundfahrten.

Ab 20. März: Verzicht auf tiefgreifende Schutzmaßnahmen

Laut Bund-Länder-Vereinbarung ist in der ersten Stufe des Drei-Stufen-Plans auch vorgesehen, private Treffen von geimpften und genesenen Menschen wieder ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl zu erlauben. Das wird in Berlin voraussichtlich so noch nicht umgesetzt. In der zweiten Stufe ab dem 4. März sollen Hotels und Restaurants nach der 3G-Regel auch Ungeimpften wieder offen stehen. Lockerungen sind zudem für Clubs vorgesehen sowie höhere Obergrenzen für Großveranstaltungen. Ab dem 20. März ist geplant, auf tiefgreifende Schutzmaßnahmen zu verzichten, ein Basisschutz etwa durch Maskenpflicht im ÖPNV soll aber möglich bleiben. (mit dpa)