Rostock - Ein Taxifahrer hat eine Rentnerin in Rostock vor einem hohen Geldverlust durch Corona-Trickbetrüger bewahrt. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag mitteilte, rief ein Mann, der sich als Arzt der Universitätsklinik Rostock ausgab, eine 86-jährige Frau an und behauptete, dass ihr Enkel sich mit dem Coronavirus infiziert habe und im Sterben liege. Der Enkel brauche Impfungen mit einem noch nicht zugelassenen Impfstoff aus den USA, der fünfmal gespritzt werden müsse.

Der Betrüger bestellte der Frau auch gleich ein Taxi, damit sie zur Bank komme, wie er sagte. Dort sollte sie 40.000 Euro abheben. Als die Frau dem Taxifahrer das erzählte, klärte der sie über die Masche auf. Sie schaltete noch vom Taxi aus die Polizei ein. Nach den Tätern wird gefahndet.

Die Polizeiliche Kriminalprävention rät Personen, die von erkrankten Angehörigen o.Ä. telefonisch kontaktiert werden, bei Geldforderungen besonders misstrauisch zu sein und gibt folgende Ratschläge:

  • Fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, den Namen des Enkels, der Nichte usw. selbst zu nennen. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Namen zu erraten.
  • Wenn Sie Anrufer nicht sofort erkennen: Fragen Sie nach Dingen/Begebenheiten, die nur der echte Verwandte kennen kann.
  • Rufen Sie Verwandte unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurück.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Wenden Sie sich sofort an die Polizei unter 110, wenn Ihnen die Situation verdächtig erscheint.