Deutsche Handwerker und Kleinunternehmer wollen mit ihren Lastwagen und Pkws nach Berlin ziehen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Wie aus einer Telegram-Gruppe hervorgeht, wollen die Organisatoren 100.000 Fahrzeuge mobilisieren und vor den Reichstag rollen. Vorbild ist demnach der „Freedom Convoy“ in Kanada.

Am vergangenen Samstag waren hunderte Trucker nach einer Protestfahrt in der kanadischen Hauptstadt Ottawa eingetroffen. Der Anlass: Ungeimpfte kanadische Lkw-Fahrer müssen derzeit bei Rückkehr aus den USA in eine 14-tägige Quarantäne, US-Fahrer ohne Impfung dürfen gar nicht über die Grenze. Nun planen deutsche Lkw-Fahrer es ihnen gleich zu tun und ab Februar gegen die Corona-Maßnahmen hierzulande zu protestieren.

Aufruf auf Facebook erfährt gemischte Reaktionen

Auch Busfahrer werden zur Teilnahme mit ihren Bussen aufgerufen. Die Demonstranten wollen offenbar so lange in der Hauptstadt bleiben „bis die Regierung zurücktritt“.  Auf Facebook erfährt ein entsprechender Aufruf gemischte Reaktionen. Während einige dem bis Dienstagmorgen 176 mal geteilten Beitrag begeistert zustimmen, üben andere Kritik. So weist ein Nutzer auf die Gefahr leerer Regale hin: „Damit bald die Regale leer sind? Ihr habt sie nicht mehr alle.“

Auch ein Konvoi nach Brüssel ist offenbar geplant. Wie Veranstalter auf Twitter mitteilen, lautet die Forderung, den europäischen Impfpass „und die damit verbundenen Beschränkungen“ wieder abzuschaffen. Ob die „Trucker“-Demonstrationen angemeldet sind, ist bislang unklar.