„Die Kanadier haben uns den Weg gezeigt“, heißt es in einer Ankündigung der Organisatoren. Gemeint ist der Protest von tausenden Truckern, die in Ottawa gegen die Corona-Politik protestieren. Die Aktion in Nordamerika habe auch in Deutschland viele Handwerker und Kleinunternehmer inspiriert, den Protest gegen die allgemeine Impfpflicht und die anhaltenden Corona-Beschränkungen auf die Straße zu verlagern. Am Montagvormittag soll der deutsche „Freedom Convoy 2022 Germany“ in Berlin ankommen.

Ab 10 Uhr soll laut den Veranstaltern eine erste Kundgebung auf der Karl-Marx-Allee stattfinden. Offiziell angemeldet ist die Veranstaltung zunächst bis 24 Uhr. Die Teilnehmer wollen laut Informationen der Versammlungsbehörde bis mindestens bis zum 13. Februar in der Hauptstadt verweilen. „Wir haben das natürlich im Blick und sind auf alles vorbereitet“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Für die Demonstration auf der Karl-Marx-Allee sind laut Polizei 50 bis 100 Fahrzeuge angemeldet. Man sei sehr gespannt, ob es mehr werden.

Demonstranten senden Botschaft an Regierung: „Es reicht!“

Ein Protestzug in Form eines Konvois, der Unter den Linden in Berlin-Mitte starten sollte, wurde mittlerweile abgesagt. Im Internet gibt es aber dennoch Aufrufe, sich in Berlin zu versammeln. Wie aus einer Telegram-Gruppe hervorgeht, wollen die Organisatoren 100.000 Fahrzeuge mobilisieren und vor den Reichstag rollen.

Auf Facebook weisen Organisatoren daraufhin, dass die Teilnehmer eine klare Botschaft an die Bundesregierung senden wollen: „Es reicht, bis hierhin und nicht weiter!“ Weitere Ziele für spontane Versammlungen werden rechtzeitig kommuniziert, heißt es weiter. Die Demonstranten wollen offenbar so lange in der Hauptstadt bleiben „bis die Regierung zurücktritt“.

Auch ein Konvoi nach Brüssel ist offenbar geplant. Wie Veranstalter auf Twitter mitteilen, lautet die Forderung, den europäischen Impfpass „und die damit verbundenen Beschränkungen“ wieder abzuschaffen. Ob diese „Trucker“-Demonstrationen angemeldet sind, ist bislang unklar.