Die Glaubwürdigkeit von Journalisten hat durch die Corona-Berichterstattung abgenommen. Das sagen 41 Prozent der Befragten in einer Studie des Instituts für Journalistik an der TU Dortmund und des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Der Dortmunder Journalistik-Professor und Leiter der Studie Michael Steinbrecher sagte dazu, es sei ein „alarmierender Wert“. Der Umfrage zufolge stimmten zudem 43 Prozent der pauschalen Aussage zu, Journalismus sei in den vergangenen Jahren schlechter geworden.

62 Prozent waren überdies der Ansicht, im Journalismus werde zu sehr auf Übertreibung und Skandalisierung gesetzt. 28 Prozent stimmten der Aussage zu, der Journalismus habe den Kontakt zu Menschen wie ihnen verloren. Nur acht Prozent der Befragten waren der Meinung, dass die Glaubwürdigkeit gestiegen sei. Zunächst berichtete der Deutschlandfunk.

Die Studie habe laut Steinbrecher zudem gezeigt, dass über ein Drittel der Menschen davon ausgeht, dass Journalismus meist abhängig sei „vom Einfluss der Mächtigen aus Politik und Wirtschaft“. Das könne die Akzeptanz des Journalismus in seiner demokratischen Funktion auf Dauer beschädigen. Trotz der Kritik werde der Journalismus in seiner Bedeutung von der großen Mehrheit der Bevölkerung aber nicht grundsätzlich infrage gestellt, hieß es. 87 Prozent der Befragten sähen ihn als wichtig für das Funktionieren einer Demokratie an.